Aktuelle Angeboten
Ausstellungen und Dauerausstellungen im Bezirk Tukums
Kultur- und Kunstliebhaber sind herzlich eingeladen, die vielfältigen Ausstellungen in Tukums und Umgebung zu besuchen. Sie bieten eine einzigartige Gelegenheit, Werke lokaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen und zugleich das kulturelle Erbe des Bezirks Tukums zu entdecken.
IN DER STADT TUKUMS
Im Kunstmuseum Tukums
Im Kunstmuseum Tukums wird die Ausstellung „3 in einer Werkstatt“ (3 vienā darbnīcā) gezeigt. Sie präsentiert die kreative Verbindung der drei aus Tukums stammenden Maler Kārlis Neilis, Ansis Artums und Alberts Pauliņš mit ihrer Stadt und ihrer inspirierenden Umgebung. Obwohl jeder der Künstler seine eigene Sichtweise und Farbsprache entwickelt hat, verbindet sie ein gemeinsamer Werkstattraum, der zu einem Ort künstlerischer Kontinuität geworden ist. Von Neilis über Artums bis hin zu Pauliņš in der Gegenwart bewahrt diese Werkstatt die Geschichte künstlerischer Nachfolge. Die Ausstellung rückt Tukums als bedeutende Inspirationsquelle und Zentrum kreativen Denkens in der lettischen Kunst in den Fokus. Die Ausstellung ist bis zum 4. Oktober zu sehen.
Die Ausstellung „Städte. Große und kleine“ (Pilsētas. Lielas un mazas) zeigt seit dem 7. März die Stadtlandschaft als einen Ort, an dem Erinnerungen der Menschen, die Kultur und die persönliche Sichtweise von Künstlerinnen und Künstlern aufeinandertreffen. In Malerei und Grafik wird die Stadt zur Inspirationsquelle: Architektur, Linien, Licht und Schatten formen vielschichtige Kompositionen. Zu sehen sind Werke aus der Sammlung des Museums Tukums, die von herausragenden lettischen Künstlerinnen und Künstlern geschaffen wurden und die Ästhetik verschiedener Epochen sowie unterschiedliche Blicke auf die Stadtlandschaft offenbaren. Die Ausstellung lädt dazu ein, bekannte Orte neu zu entdecken und städtische Geschichten zu erleben, die in der Hektik des Alltags oft unbemerkt bleiben. Die Ausstellung ist bis zum 19. Juli zu sehen.
Die Dauerausstellung „Āriņš’ Zimmer“ (Āriņa istaba) ist dem Künstler Leonīds Āriņš (1907–1991) gewidmet – einem leidenschaftlichen Träumer, Zeichner und Maler sowie dem Gründer des Kunstmuseums Tukums. Einen großen Teil seines Lebens und Herzens widmete er dem Museum, doch seine eigentliche Leidenschaft galt der Malerei. In stetiger Suche entwickelte Āriņš seine charakteristische malerische Handschrift, indem er malerische Fragestellungen erforschte und sich mit den Werken französischer Maler auseinandersetzte. Eines der zentralen Motive seiner Malerei sind Furchen, die zunächst die Natur ausdrücken, später jedoch zum Symbol des Getreidefeldes und somit zur Metapher für die Beziehung zwischen Sonne und Erde werden. Die Kunstwissenschaftlerin Gundega Cēbere betont, dass dieses Thema Āriņš’ Lebens- und Kunstphilosophie widerspiegelt, in der Natur und Leben untrennbar miteinander verbunden sind.
Das Kunstmuseum Tukums kann mit einem Museumsticket besucht werden: Erwachsene 1,50 EUR, Senioren und Menschen mit Behinderung 1 EUR, Kinder im Vorschulalter kostenlos. Adresse: Tukuma Mākslas muzejs, Harmonijas iela 7, Tukums. Weitere Informationen: www.tukumamuzejs.lv/makslas-muzejs
Im Schlossturm Tukums
Im Historischen Museum der Stadt Tukums – im Schlossturm – ist die Ausstellung „In Tukums und in der Ferne. Die Geschichte der Familie Blumenfeld” (Tukumā un tālumā. Blumenfeldu ģimenes stāsts) zu sehen. Sie beleuchtet die Traditionen und den Alltag des jüdischen Lebens in Lettland im Tukums des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die alte Familie Blumenfeld, die einst in Tukums lebte, später in die Region Cherson in der Ukraine und anschließend nach Amerika auswanderte. Es ist eine Geschichte über Wurzeln, Auswanderung und die Bewahrung von Identität – eine Erzählung, die sowohl historische Zusammenhänge als auch menschliche Schicksale berührt. Die Ausstellung ist bis zum 12. Juli zu sehen.
Die interaktive Museumsausstellung „Briefe an die Zukunft“ (Vēstules nākamībai) präsentiert einzigartige und sehr persönliche historische Zeugnisse: auf Birkenrinde geschriebene Briefe, die als stille Zeugen des Lebens und der Entbehrungen während der Verschleppung nach Sibirien erhalten geblieben sind. In ihnen spiegeln sich die Hoffnung, der Schmerz und die Beharrlichkeit der Deportierten wider. Die Ausstellung gibt Besucherinnen und Besuchern von heute die Möglichkeit, sich in die Ereignisse jener Zeit hineinzuversetzen und die Bedeutung des historischen Gedächtnisses eines Volkes zu verstehen. Sie lädt nicht nur dazu ein, die Vergangenheit kennenzulernen, sondern auch über die Zukunft nachzudenken und dabei aus historischen Erfahrungen zu lernen.
Die Dauerausstellung „Geschichten der Unseren, nicht der Fremden“ (Savējo stāsti, ne svešo) bietet einen Blick auf die Ereignisse des 20. Jahrhunderts in Tukums und verknüpft sie mit dem lettischen, baltischen und europäischen Kontext. Die Ausstellung ist in sechs thematische Bereiche gegliedert. Jeder Bereich beleuchtet einen bestimmten historischen Abschnitt, der durch ein Objekt mit besonderer Geschichte akzentuiert wird. Besucherinnen und Besucher können sich außerdem den Animationsfilm „Die Geschichte von Tukums“ (Tukuma stāsts) anschauen, der von einem Kind gestaltet wurde und eine der schwersten Seiten der lettischen Geschichte thematisiert. Der kurze Film eröffnet eine besondere Perspektive, die es jeder Generation ermöglicht, diese Ereignisse aus dem eigenen Erfahrungshorizont und der eigenen Erinnerung heraus zu betrachten. Zur Gestaltung der Ausstellung wurde die Geschichte von Tukums umfassend erforscht. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener sozialer und ethnischer Gruppen teilten ihre Erinnerungen und schenkten dem Museum bedeutende Objekte.
Eintritt mit Museumsticket: Erwachsene 1,50 EUR, Senioren und Menschen mit Behinderung 1 EUR, Kinder im Vorschulalter kostenlos. Adresse: Brīvības laukums 19a, Tukums. Weitere Informationen: www.tukumamuzejs.lv/pils-tornis
In der Weberwerkstatt Tukums
In der Weberwerkstatt ist dauerhaft die Ausstellung „Von der Wolle zum Stoff“ (No vilnas līdz audumam) zu sehen. Sie bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, den Webprozess kennenzulernen – sowohl an vertikalen Webstühlen als auch an traditionellen horizontalen, mechanischen oder halbautomatischen Webstühlen, die von Pēteris Viļumsons entwickelt wurden. Erfahrene Weberinnen, darunter Meisterinnen der angewandten Volkskunst, führen Webtechniken vor und geben fachkundige Tipps. Besucherinnen und Besucher können sich aktiv am Webprozess beteiligen und einfache Techniken erlernen. Die Ausstellung vermittelt detaillierte Informationen über die Entstehung eines Gewebes – von der Auswahl der Materialien und Farben über das Abnehmen des Stoffes vom Webstuhl bis hin zur Nachbearbeitung. Sie bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Tradition des Webens kennenzulernen, ihre Feinheiten zu entdecken und selbst Hand an den Webstuhl anzulegen.
Darüber hinaus ist im Ausstellungssaal der Werkstatt jeden Monat eine neue Ausstellung angewandter Kunst zu sehen, die von Handarbeiterinnen, Handarbeitern sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern aus ganz Lettland gestaltet wird.
Eintritt in die Werkstatt mit Museumsticket: Erwachsene 1,50 EUR, Senioren und Menschen mit Behinderung 1 EUR, Kinder im Vorschulalter kostenlos. Adresse: Tidaholmas iela 3, Tukums. Weitere Informationen: https://www.tukumamuzejs.lv/lv/audeju-darbnica
Im Schloss Durbe
Die Ausstellung „Ansis Artums. Das Tukums-Gefühl“ (Ansis Artums. Tukuma sajūta) ist seit dem 24. April im Schloss Durbe zu sehen. Sie ist einem der herausragendsten Landschaftsmaler aus Tukums gewidmet. In den Gemälden von Ansis Artums offenbart sich eine besondere Verbindung zur Stadt Tukums und ihrer umgebenden Natur, die zum zentralen Motiv seiner künstlerischen Welt wurde. Die Werke spiegeln die Stimmung, das Licht und die Stille der Landschaft wider und formen einen zutiefst persönlichen Blick auf diesen Ort. Die Ausstellung ermöglicht es, Tukums durch die Augen und die emotionale Erfahrung des Künstlers zu erleben. Die Ausstellung ist bis zum 28. Juni zu sehen.
Anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Museums Tukums lädt die Jubiläumsausstellung „Fortsetzung” (Turpinājums) dazu ein, Werke aus der Kunstsammlung des Museums in neuen und ungewöhnlichen Kombinationen zu entdecken: Malerei, Skulptur und Keramik. Gemeinsam entstehen Stimmungsbilder, die lettische Mentalität, Lebensweisheit und Alltagsrhythmus sichtbar machen. Die Ausstellung betont den Wandel des Museums im Laufe von 90 Jahren und zeigt, wie die Werte der Sammlung immer wieder neu – erfrischend und überraschend – interpretiert werden können Die Ausstellung ist bis zum 30. August zu sehen.
Im Schloss sind auch mehrere Dauerausstellungen zu besichtigen. Eine davon ist die historische Ausstellung „Am Scheideweg“ (Krustcelēs), die menschliche Schicksale und Entscheidungen in historisch schwierigen Zeiten zeigt – von den Unruhen des Jahres 1905 über den Lettischen Unabhängigkeitskrieg bis zum Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Die Ausstellung stellt den friedlichen Alltag den Erschütterungen großer historischer Ereignisse gegenüber und eröffnet einen besonderen Blick auf die Scheidewege der Vergangenheit. Zu sehen sind verschiedene Objekte der Epoche, darunter Gemälde des in Lettland tätigen Künstlers mit schwedischen Wurzeln Toivo Gustav Magnus Löfving und des Landschaftsmalers Ansis Artums sowie von Besucherinnen und Besuchern geschenkte Erzeugnisse der Kuznetsov-Fabrik. Ein Schwerpunkt liegt auf den Ereignissen des Jahres 1919 in Tukums, als im Schloss Durbe das 1. Lazarett der Baltischen Landeswehr untergebracht war. Die Ausstellung stellt die Entstehung und Struktur der Landeswehr vor und erzählt zugleich die romantische Geschichte der Oberschwester Elisabeth von Hirschheydt und des Arztes Alfred Trost, deren Lebenswege sich in den Wirren der Geschichte kreuzten.
Die Ausstellung „Das historische Interieur des Schlosses Durbe“ (Durbes pils vēsturiskais interjers) macht das deutschbaltische Kulturerbe und die Lebensweise auf einem Gutshof um 1900 erlebbar. Die historische Einrichtung des Herrenhauses wurde rekonstruiert und ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern, eine authentische Atmosphäre der damaligen Zeit zu erleben. Zu sehen sind Räume für alltägliche, repräsentative und private Nutzung sowie die Gutsküche, die Einblicke in den Alltag der Gutsbewohnerinnen und Gutsbewohner gewährt. Epochentypische Vorhänge, Kronleuchter und weitere Einrichtungsgegenstände schaffen eine besondere Stimmung und betonen das Historische umso mehr. Sie lassen erahnen, wie das Leben in diesen Räumen vor mehr als hundert Jahren verlief.
Eintritt ins Schloss mit Museumsticket: Erwachsene 5 EUR; Schülerinnen und Schüler, Studierende, Senioren und Menschen mit Behinderung 3 EUR; Familienticket 7–9 EUR. Informationen und Gruppenanmeldung: +37126305946, +37125721502 durbespils@tukumamuzejs.lv. Adresse: M. Parka iela 7, Tukums. Weitere Informationen: www.tukumamuzejs.lv/durbes-pils
In der Kunstgalerie „Durvis”
In der Galerie wechseln die Ausstellungen alle ein bis zwei Monate. Sie stellen Besucherinnen und Besuchern Werke sowie künstlerische Ausdrucksformen lokaler Kunstschaffender, aber auch aus ganz Lettland vor. Gezeigt werden sowohl Malerei als auch angewandte Kunst. Häufig können die ausgestellten Werke nach Ende der Ausstellung auch erworben werden.
Der Eintritt in die Galerie ist kostenlos. Adresse: Brīvības laukums 21, Tukums. Weitere Informationen: https://www.tukumamuzejs.lv/lv/makslas-galerija-durvis
SCHLÖSSER UND LANDGÜTER IN DER UMGEBUNG VON TUKUMS
Im Schloss Jaunmokas
Im Schloss Jaunmokas ist eine Dauerausstellung zu sehen, die sich mit der Jugendstil-Einrichtung und der Geschichte des Schlosses befasst. Die Ausstellung führt durch den Weißen Saal, den Roten Saal, den Teesalon, das Herrenkabinett, den Damensalon und den Salon von George Armitstead. Der Weiße Saal zeichnet sich durch seine großen Fenster und den Ausgang zur Veranda aus. Der weiße Kamin und das Klavier schaffen eine romantische Atmosphäre – deshalb drehen Brautpaare ausgerechnet hier ihren ersten Walzer. Der Rote Saal war einst der Speisesaal der ersten Schlossbesitzer. Abends versammelte sich die ganze Familie um den massiven Holztisch. Die Speisen wurden aus der Küche im Sockelgeschoss mit einem speziellen Aufzug geliefert. Der Teesalon ist in ruhigen Pastelltönen eingerichtet und schafft die passende Stimmung für entspannte Erholung und das Sortieren von Gedanken. Im Herrenkabinett vermitteln die dunklen Farbtöne von Tapeten und Stoffmustern die Ernsthaftigkeit des Gutsherrn bei der Arbeit und seine Entschlossenheit bei Entscheidungen. Der Damensalon ist ein ausgesprochen romantischer Ort für damenhafte Gespräche. Der Salon von George Armitstead ist dem Andenken an den Erbauer des Schlosses, George Armitstead (1847–1912), gewidmet. Hier erfahren die Besucherinnen und Besucher mehr über die Familie, das Leben und Wirken eines der bedeutendsten Bürgermeister Rigas.
Im Waldmuseum des Schlosses Jaunmokas können Besucherinnen und Besucher den Zauber des Waldes erleben und auf interaktive Weise verschiedene Ausstellungen entdecken, die von der lebendigen Natur der lettischen Wälder erzählen: von Baumarten, Tieren und stetigen Prozessen in der Natur. Zu sehen sind unter anderem auch ausgestopfte Tiere. Besucherinnen und Besucher können Tier- und Vogelstimmen kennenlernen, Fellproben ertasten, Tierspuren erkennen, den Schlupfprozess von Jungvögeln erforschen und mehr über die Bedeutung des Jagdverlaufs erfahren.
In der Dauerausstellung „Waldbewirtschaftung” (Meža apsaimniekošana) wird die Waldarbeit im 20. Jahrhundert präsentiert: Wiederaufforstung, Forsteinrichtung, Forstpflege, -nutzung, -management und -technik. Die Ausstellung nutzt Werkzeuge und Fotomaterial aus dem Schlossmuseum Jaunmokas, dem Schloss Kazdanga (Waldmuseum Bojas), der Aktiengesellschaft „Latvijas valsts meži“ sowie aus privaten Archiven. Ergänzt wird sie durch Publikationen zur Geschichte der Forstwirtschaft und Fotografien von Andris Eglītis.
Für alle, die sich für das Thema Jagd interessieren, lohnt sich ein Besuch der Ausstellung „Waidmannsheil“ (Ne pūkas, ne spalvas) im Schlossturm. Sie zeigt Jagdobjekte aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf der ersten Plattform sind eine Sammlung von Schusswaffen sowie Darstellungen der damals beliebtesten Jagdhunde zu sehen. Auf der nächsten Plattform werden Jagdszenen auf historischen Fotografien präsentiert.
Im Turmsaal des Schlosses können Besucherinnen und Besucher bis zum 31. Mai außerdem die Ausstellung „Atem“ (Elpa) mit Gemälden der aus Tukums stammenden Künstlerin Ilze Pauliņa sehen. Die Ausstellung offenbart die innere Welt und die persönlichen Erlebnisse der Künstlerin. Über ihre ausgestellten Werke sagt sie selbst: „Die geschaffenen Arbeiten zeigen meine inneren Erfahrungen, die einmalig und unwiederholbar sind. Ich habe versucht, mit visuellen Mitteln eine Ahnung davon zu vermitteln, dass all meine Inspiration von Gott kommt, dass man sie durch die Natur, durch die Umgebung, in der ich lebe, und auch durch Träume spüren und erleben kann. Da der Atem der unsichtbare Ausdruck des Lebens ist – etwas, worüber man kaum nachdenkt und ohne das Leben doch nicht existieren kann –, hoffe ich, dass die künftigen Besucherinnen und Besucher der Ausstellung dies erkennen und fühlen werden.“ Die Ausstellung entstand mit Unterstützung des Kreativstipendien-Wettbewerbs der Gemeinde Tukums.
Eintritt für den Besuch der Ausstellungen und Dauerausstellungen im Schloss Jaunmokas: Erwachsene 5 EUR, Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Behinderung und Senioren 3 EUR. Inhaberinnen und Inhaber der lettischen Ehrenfamilienkarte „3+ Ģimenes karte“, der litauischen Familienkarte „Šeimos kortelė“ oder der estnischen Familienkarte „Perekaart“ erhalten 20 % Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Adresse: Jaunmoku pils, Jaunmokas, Gemeinde Tume, Bezirk Tukums. Weitere Informationen: www.jaunmokupils.lv
Im Burg von Jaunpils
Besucherinnen und Besucher können die Geschichte der Umgebung von Jaunpils durch den Besuch der Dauerausstellung des Museums Jaunpils kennenlernen, die sich direkt im Schloss befindet. Sie erzählt nicht nur die Geschichte der größeren und kleineren Gutshöfe von Jaunpils, sondern präsentiert auch Modelle der livländischen Ordensburgen – Jaunpils und Dobele. In der Ausstellung können Besucherinnen und Besucher den Stammbaum der Familie von der Recke kennenlernen und archäologische Funde, Münzsammlungen sowie Jagdzubehör betrachten. Außerdem haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, über eine kleine Treppe in den Ritterkeller hinabzusteigen. Dort können sie die historische Atmosphäre erleben, Rittergewänder betrachten und mehr über die Geschichte des Rittertums in Lettland erfahren. Dort befinden sich auch historische Gegenstände mit Bezug zum Schloss Jaunpils, darunter zwei der drei historischen Schlosskanonen.
Die Ausstellungen im Schloss können mit einem Museumsticket besucht werden: Erwachsene 5 EUR, Schülerinnen und Schüler sowie Senioren gegen Vorlage eines Ausweises 3,50 EUR. Adresse: Schloss Jaunpils, Jaunpils, Gemeinde Jaunpils, Bezirk Tukums. Weitere Informationen: www.jaunpilspils.lv
ANDERSWO IM BEZIRK TUKUMS
Im Märchenmuseum Džūkste
Bis zum 15. August ist im Museum die Ausstellung „Kraft durch den Bauch“ (Spēks caur vēderu) zu sehen. Sie basiert auf dem Märchen „Der große Esser“ (Lielēdējs), in dem von einem starken und tatkräftigen jungen Mann aus Džūkste erzählt wird, der seine Kraft nicht nur für die eigene Arbeit, sondern auch, um anderen zu helfen, einsetzte. In der Ausstellung sind Schalen, Schüsseln und Holzlöffel verschiedener Größe aus der Sammlung des Museums Tukums und aus Privatsammlungen zu sehen, die im 20. Jahrhundert im Bezirk Tukums verwendet wurden. Eine der Schalen ist besonders groß – sie wäre wohl sogar des großen Essers würdig. Ausgestellt sind auch zwei Brotteig-Schüsseln, die einst in der Töpferei von Jānis Krievs gefertigt wurden. Ergänzt wird die Ausstellung durch bunte Decken, die von Līga Griķe aus Džūkste, Mitglied des Studios für angewandte Volkskunst „Durbe“, gewebt wurden.
Im Museum sind außerdem drei Dauerausstellungen zu sehen.
Die Freiluftausstellung „Auf den Spuren des Märchenvaters“ (Pa pasaku tēva pēdām) lädt die jüngsten Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Welt der lettischen Märchen zu erkunden – auf Wegen, die vom Märchenvater Ansis Lerhis-Puškaitis inspiriert sind. Hier erleben Kinder interaktive und lehrreiche Überraschungen, die sie durch Spiele und Aufgaben auf eine spannende Märchenreise mitnehmen. An jeder Ecke eröffnet sich eine neue Geschichte, die zum aktiven Mitmachen einlädt und die Märchenfiguren und ihre Welt entdecken lässt.
Die Innenausstellung „Anss Lerhis-Puškaitis und die Märchen“ (Anss Lerhis-Puškaitis un pasakas) erzählt die Lebensgeschichte des Lehrers, Schriftstellers, Folkloristen und gesellschaftlich engagierten Persönlichkeit Anss Lerhis-Puškaitis (1859–1903). In der ehemaligen Schule von Lancenieki, in der der Folklorist einst lebte und arbeitete, nutzte er Sagen und Märchen in seiner pädagogischen Arbeit, um die Fantasie und das Denken von Kindern zu fördern und ihnen ein lettisches Wertesystem zu vermitteln. Die Ausstellung ist in der früheren Wohnung des Folkloristen eingerichtet – in seinem Arbeitszimmer und im Wohnzimmer – und gibt Besucherinnen und Besuchern Einblick in seine Arbeit beim Sammeln und Veröffentlichen lettischer Volksmärchen und Sagen. Zu sehen sind auch das Tintenfass, der Pfeifenkopf und weitere originale Gegenstände aus dem Besitz von Puškaitis.
Die Ausstellung „Zu Besuch bei Puškaitis“ (Ciemos pie Puškaiša) ist Anss Lerhis-Puškaitis und seinen Schülern gewidmet und hebt ihren bedeutenden Beitrag zur Kulturgeschichte Lettlands hervor. Sie stellt herausragende Folkloristen, Historiker und Schriftsteller vor, die im Bezirk Džūkste geboren wurden und die Puškaitis als ihren ersten Lehrer hatten. Besucherinnen und Besucher können ein Wohnzimmerinterieur vom Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts betrachten, in dem die Familie Puškaitis einst Gäste, darunter auch Schüler, empfing. Die Ausstellung zeigt das kreative und wissenschaftliche Wirken dieser Persönlichkeiten, das das kulturelle Erbe Lettlands bereichert hat.
Eintritt mit Museumsticket: Erwachsene 1,50 EUR; Schülerinnen und Schüler, Studierende, Senioren und Menschen mit Behinderung 1 EUR; Familienticket 3–4 EUR; Kinder im Vorschulalter kostenlos. Adresse: Džūkstes Pasaku muzejs, „Lanciņu skola“, Lancenieki, Gemeinde Džūkste, Bezirk Tukums. Weitere Informationen: www.tukumamuzejs.lv/dzukstes-pasaku-muzejs
Im Pastariņš-Museum in Dzirciems
Im Museum sind drei Dauerausstellungen zu sehen. Eine davon ist „Pastariņš zu Hause, in der Schule und im Leben“ (Pastariņš mājā, skolā un dzīvē) – eine interaktive Ausstellung, die dem Leben und Werk des Schriftstellers Ernests Birznieks-Upītis (1871–1960) sowie der Geschichte des Pastariņš-Museums gewidmet ist. Hier kann man auf interaktive Weise den Lebensweg des Schriftstellers, sein literarisches Schaffen und die Geschichte der Familie Birznieks von 1871 bis sogar 2017 verfolgen. Zudem sind Gegenstände zu sehen, die einst dem Schriftsteller gehörten. Über das Spiel „Pastariņš’ Abenteuer“ (Pastariņa piedzīvojumi) kann man den Hof „Bisnieki“ zu verschiedenen Jahreszeiten und mit den ländlichen Arbeiten aus der Kindheit von E. Birznieks-Upītis kennenlernen.
Die Freiluftausstellung „Ein nordkurländischer Bauernhof – Pastariņš’ Welt“ (Ziemeļkurzemes lauku sēta – Pastariņa pasaule) hat zum Ziel, durch das literarische Werk des Schriftstellers und durch die Augen des Kindes auf interaktive Weise zu zeigen, was ein Kind zu Hause und in der Schule sah und erlebte. Sie weckt Interesse daran, wie Lebensereignisse des Schriftstellers in seinem literarischen Schaffen widerhallen. Mithilfe einer Orientierungskarte für das Freigelände können Besucherinnen und Besucher an neun verschiedenen Orten des Hofes sowohl Informationen zu den jeweiligen Objekten erhalten als auch Auszüge aus der Trilogie „Pastariņš’ Tagebuch“ (Pastariņa dienasgrāmata) von Ernests Birznieks-Upītis lesen.
Die im Kornspeicher eingerichtete Ausstellung „Der Kornspeicher – Spiegel des Wohlstands einer Familie“ (Klēts – dzimtas turības spogulis) gibt Einblicke in den Arbeitsalltag der Familie Birznieks und lässt die Besucherinnen und Besucher zentrale Abläufe traditioneller Hofwirtschaft nachempfinden. Auch hier wird der Inhalt der Ausstellung von Auszügen aus E. Birznieks-Upītis’ Trilogie „Pastariņš’ Tagebuch“ begleitet. Diese Texte stehen in Beziehung zu den Ausstellungsobjekten und illustrieren bildhaft und realistisch eine materielle Welt, die für Pastariņš alltäglich und selbstverständlich war, für die meisten Kinder und Erwachsenen heute jedoch fern und unbekannt geworden ist. Die ausgestellten Gegenstände zeigen das wirtschaftliche Leben eines nordkurländischen Hofes: alltägliche Tätigkeiten von Frauen und Männern, die Lagerung von Lebensmitteln sowie landwirtschaftliches Zubehör und Arbeitsgeräte. Viele davon wurden einst auf dem Hof „Bisnieki“ verwendet.
Eintritt ins Pastariņš-Museum mit Museumsticket: Erwachsene 1,50 EUR; Schülerinnen und Schüler, Studierende, Senioren und Menschen mit Behinderung 1 EUR; Familienticket 3–4 EUR; Kinder im Vorschulalter kostenlos. Adresse: „Bisnieki“, Dzirciems, Gemeinde Zentene, Bezirk Tukums. Weitere Informationen: www.tukumamuzejs.lv/pastarina-muzejs
Im Heimatkundemuseum Kandava
Im Museum sind mehrere Dauerausstellungen zu sehen. „Mit dem Pferd zum Markt von Kandava“ (Ar zirgu uz Kandavas tirgu), „Die Sprache – von Gott gebracht. Die Ortsnamen – von selbst erdacht“ (Valodiņa – Dieva dota. Vietu vārdi – izdomāti) sowie Wechselausstellungen. Besonders spannend ist die Ausstellung „100 Museumsschätze“ (100 muzeja dārgumi), denn sie ist in einem ehemaligen Banktresor eingerichtet. Für dessen Öffnung wurden einst drei verschiedene Schlüssel benötigt, die jeweils bei unterschiedlichen Angestellten verwahrt wurden.
Eintritt mit Museumsticket: Erwachsene 2 EUR; Schülerinnen und Schüler, Studierende und Senioren 1 EUR. Adresse: Talsu iela 11, Kandava, Bezirk Tukums. Weitere Informationen: https://kandava.lv/kulturas_iestades
Im Begegnungszentrum Saieta nams von Engure
Die Ausstellung „Stil in der Momentaufnahme“ (Stila mirkļi) im Begegnungszentrum Saieta nams von Engure zeigt die private Kleider- und Accessoiresammlung von Gunta Liepiņa. Die über mehr als 25 Jahre zusammengetragene Sammlung zeigt die stilistische Vielfalt verschiedener Epochen, in der Samt, Seide, Crimplene und Atlas nebeneinanderstehen. Jedes Kleidungsstück bewahrt seine eigene Geschichte über Mode, Geschmack und die Atmosphäre seiner Zeit. Die Ausstellung bietet einen Einblick in die farbenreiche und vielschichtige Welt der Mode.
Im Begegnungszentrum Saieta nams ist außerdem eine Dauerausstellung zur Geschichte der Gegend von Engure zu sehen, selbstverständlich auch zur Seefahrtsschule von Engure, denn das Begegnungszentrum befindet sich genau in dem Gebäude der ehemaligen Seefahrtsschule.
Der Eintritt ist während der Öffnungszeiten des Begegnungszentrums kostenlos: Montag bis Donnerstag 9:00–17:00 Uhr, Freitag 9:00–15:00 Uhr, Samstag und Sonntag geschlossen. Adresse: Jūras iela 114, Engure, Gemeinde Engure, Bezirk Tukums.
Im Museum Lapmežciems
Die Dauerausstellungen des Museums Lapmežciems bieten Besucherinnen und Besuchern eine umfangreiche Sammlung von Exponaten, die die Geschichte der Umgebung widerspiegeln. Zu sehen sind Gegenstände aus archäologischen Ausgrabungen, historische Urkunden, Karten und Zeichnungen sowie Arbeits- und Alltagsgegenstände von Fischern aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Museumsausstellung präsentiert außerdem Fotografien aus verschiedenen Zeiten, darunter auch aus privaten Alben. Auf interaktive Weise können Besucherinnen und Besucher alte Ortsnamen der Umgebung entdecken und die Reichtümer der Natur in der Region kennenlernen. Im Ausstellungssaal des Museums besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den Lebensweg und das kreative Erbe des herausragenden lettischen Dichters Imants Ziedonis kennenzulernen, der in Ragaciems geboren wurde.
Eintritt gegen Spende. Das Museum ist ganzjährig geöffnet: Montag bis Freitag 10:00–16:00 Uhr; Samstag und Sonntag nach vorheriger Anmeldung unter +37163163240 oder +37127220869. Adresse: Liepu iela 4, Lapmežciems, Gemeinde Lapmežciems, Bezirk Tukums.
In der ehemaligen Schule von Apšuciems
Das Zentrum für das Kulturerbe der Fischerei und der See (Zvejas un jūras kultūras mantojuma centrs) befindet sich in der ehemaligen Schule von Apšuciems, die heute die Bibliothek von Apšuciems beherbergt, und liegt direkt am Meer. Es lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, eine Ausstellung historischer Gegenstände kennenzulernen. Diese vereint verschiedene Objekte, die den Alltag der Ahnen, die Fischerei und die Verbindung zum Meer widerspiegeln. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, mehr über traditionelle Fischereimethoden, maritimes Kulturerbe und alte handwerkliche Fertigkeiten zu erfahren, die eng mit dieser Küstenregion verbunden sind. Besucherinnen und Besucher können das Leben am Meer anhand historischer Gegenstände nachempfinden und dieses einzigartige kulturhistorische Erbe entdecken.
Den Besuch bitte vorher telefonisch anmelden: +37126132761. Adresse: Apšuciema skola, Apšuciems, Gemeinde Engure, Bezirk Tukums.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in den Ausstellungen in und um Tukums!







