logo
A A A

Aktuelle Angeboten

19/06/2021

Die schönsten Gärten in Umgebung von Tukums

Der Besuch von Gärten und Parks lohnt sich als Reiseziel immer, weil man in ihnen sich der Schönheit der Natur erfreuen, der Hitze der Sonne entkommen oder sich vor einem plötzlichen Regen Zuflucht finden kann.

Die Stadt Tukums setzt die Traditionen des Rosenanbaus fort und feiert ihren Ruhm als Rosenstadt: Insgesamt gibt es hier ca. 20 Rosenbeete, die die verschiedensten von Rosensorten zeigen. Die Rosenstauden wurden sowohl von Bewohnern als auch lokalen Unternehmern geschenkt oder durch die Kampagne im Rahmen des traditionellen Rosenfests „Schenke eine Rosenstaude an die Stadt“ erworben. Die Straße Pils iela hat sich in eine Art Rosenstraße verwandelt, weil im Sommer vor jedem Haus große Rosentöpfe wie kleine Soldaten stehen und die Schönheit der Stadt schützen.

Während man in Tukums – in der Rosenstadt – im Sommer wie im Herbst durch die besondere Rosenweg spazieren, sich an den prächtigen Blühten erfreuen und an diesen riechen kann, bietet die nächste Umgebung der Stadt noch mehr Rosensammlungen und Ziergärten zur Besichtigung an. Um Tukums herum findet man Gutshöfe und die dazugehörigen Gärten und Parks aus verschiedenen Zeiten. Die Liebhaberinnen und Liebhaber von Gärten werden hier unterschiedliche Pflanzensammlungen, Ziergärten und Pflanzenschulen finden können.

Gärten mit Pflanzensammlungen und Ziergärten

Der Ziergarten von Dace Lukševica befindet sich in Tukums. Dieser ist ein gepflegter und durchdachter Hausgarten, dessen Besitzerin eine Landschaftsarchitektin ist und in dem jede Pflanze ihren sorgfältig ausgewählten und perfekt passenden Platz gefunden hat, sodass ein gemeinsames, harmonisches Gartenbild entsteht. Der prächtige Garten wird jeden Besucher mit einer breiten Sammlung und Vielfalt an Pflanzen sowie dem Wissen und dem Enthusiasmus der Gastgeberin selbst begeistern. Die größte Sammlung des Gartens: Funkien, mehr als 120.

Magnolien werden auf der ganzen Welt als Königinnenbäume bezeichnet, weil ihre rosenweißen und rosa Blüten niemanden gleichgültig lassen. Es gibt ca. 120 Magnolienarten auf der Welt, aber im lettischen Klima können nur etwas mehr als 10 davon wachsen. Wahre Freude an in Lettland so exotischen Magnolienblühten erlebt man im Magnoliengarten von Ligita Čukure in Engure, wo ein herrlicher, prächtiger Ziergarten auf fast 2 ha angelegt ist und wo der Hauptaugenmerkt ausschließlich Magnolien gilt. Der Garten und dessen Landschaft erfreuen in ganzer Fülle auch während des restlichen Sommers, denn für die Eigentümerin ist die Gartenarbeit eine Herzensangelegenheit. Im Garten wird man immer wieder wunderbare Rosen oder Pfingstrosen entdecken können.

Die Herzenssache und der Schützling von Daila und Bruno Trubiņš ist der Rosengarten „Rozītes“ [Röschen]. Dieser befindet sich in der Gemeinde Sēme und wird bereits in der dritten Generation gepflegt. Während des Rosenblühens wird man von dem prächtigen Farbengamma quasi geblendet. In „Rozītes“ haben fast 450 Rosensorten ihr Zuhause gefunden, und insgesamt wachsen im Garten fast 5.000 Rosenstauden. Ein gemütlicher Spaziergang und die Erholung von der Hektik der Stadt – das sind bereits zwei ausreichende Gründe für den Besuch dieses Gartens. Die Gartenbesitzerin ermöglicht sowohl den Kauf von Rosenstauden für Ihren Garten als auch berät gerne über den Anbau von Rosen.

Auf „Sarmas“, einem Hof in der Gemeinde Vāne, wirtschaftet Jānis Blūms, ein Rosenzüchter bereits in der dritten Generation – er hat die prächtige Rosenschule „Jāņa Dārzs“ angelegt. Alles begann Mitte der 1980er, als Jānis Großmutter, eine pensionierte Lehrerin, hier zu wirtschaften anfing und mit ihrem Enthusiasmus sowohl ihren Sohn als auch Enkel mitgerissen hat. Heute hat der Garten 150 verschiedene Rosensorten vorzuzeigen, darunter eine Vielzahl von Hybridrosen von weltbekannten Rosenzüchterinnen und Rosenzüchtern; diese tragen oft Namen von herausragenden Künstlerinnen und Künstlern.

Vom Ende des Sommers bis zu den ersten Frösten wird man im Garten von Inta Serdjuka, der in der Umgebung von Kandava liegt, wunderschöne Dahlien erblicken können: Davon gibt es hier fast 150 verschiedene Sorten, darüber hinaus auch viele verschiedene Tomatensorten und andere interessante Pflanzen und Gemüse. Man muss nur noch die Besichtigung vorher anmelden, um die enthusiastische Erzählung der Gastgeberin und die lettische Bescheidenheit zugleich erleben zu können: „Ach was, ich habe hier doch gar nichts Großartiges!“

Im Jahr 2006 besuchte der in der Umgebung von Kandava lebende Laimonis Zaķis den Florentiner Iriswettbewerb, was ihm damals einen entscheidenden Impuls gab, seinen eigenen Irisgarten einzurichten. Heute zeigt der Irisgarten von Laimonis Zaķis die größte Sammlung von Zwerg-Schwertlilien, von denen einige Dutzend vom Gartenbesitzer selbst gezüchtet wurden. Doch Irisblüten sind nicht die einzigen Zwiebelblumen, die im Herrn Zaķis Garten blühen. Während der Blütezeit von Iris und Gladiolen lädt Laimonis freundlicherweise alle Interessentinnen und Interessenten zu den Tagen der offenen Tür in seinen Garten ein.

Im Laufe von fast 15 Jahren hat der Kurländer Jānis Auziņš aus dem Nichts, auf einem offenen Feld in der Nähe von Tukums einen erstaunlichen Garten angelegt, in dem jetzt fast 200 verschiedene Sorten von Nadelbäumen – Thujen, Wacholder, Zierfichten und Sträucher – wachsen. Auf dem Bauernhof „Hederas“ lernt man nicht nur das Leben auf dem Hof kennen, sondern man sieht mit eigenen Augen, wie Traum und Vision Wirklichkeit werden können. Die Gartengestaltung kombiniert Teiche, Holzbrücken und verschiedene gemauerte Gartenelemente in eine perfekte Landschaft.

Historische Parks und Alleen

Der Stadtpark Tukums ist – dem Phönix gleich – aus der Asche wiedergeboren. 1869 legte der Freiherr von der Recke, der damalige Gutsherr auf Durben und Schlockenbeck, den Park an. Ursprünglich konnte der prächtige Park mit verschiedenen dendrologischen Pflanzungen, einer Freilichtbühne und Wanderwegen prahlen. 2016 wurde der Park mit einem neuen Schwung wiederbelebt, und jetzt gibt es hier verschiedene exotische Ziersträucher, erneuerte Wanderwege und Freizeitbänke, die sowohl Fußgängerinnen und Fußgängern als auch Radfahrerinnen und Radfahrern Freude bereiten. Der Park verfügt über einen modernen Kinderspielplatz mit verschiedenen Aktivitäten sowie ein Sommercafé.

Der in Tukums liegende Schlosspark Durben wurde in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts eingerichtet, als Graf von Medem eine groß angelegte Rekonstruktion des Schlosses und die Verbesserung dessen Umgebung vornahm. Der Park wurde nach dem Muster englischer Landschaftsparks erschaffen, wo die Infrastruktur der gewundenen Pfade durch große Baumbereiche ergänzt wird. Hier wächst Veimuts-Kiefer, die größte in Lettland, und die architektonischen Denkmäler, die zu der Zeit der Parkrekonstruktion gebaut wurden – wie etwa die Rotunde des Schlossparks und die große Steinbrücke über die Schlucht –, sind erhalten.

In einer Schlucht im Park steht eine Freilichtbühne, die in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts eingerichtet wurde, als die Gesellige Gesellschaft von Tukums hier die Līgo-Feierlichkeiten organisierte, um das lokale öffentliche Leben voranzutreiben. 1928 nahmen der Dichter Rainis, der lettische Präsident Gustavs Zemgals und andere hohe Staatsbeamte als Ehrengäste am ersten Sängerfest im Kreis Tukums teil. 1957 wurde die damalige Freilichtbühne von Durbe im starken Sturm zerstört, und 1963 entstand die Holzkonstruktion, die auch heute noch erhalten ist. Diese erlitt Schäden durch zu schwere Schneemassen im Januar 2011, als das Dach der Freilichtbühne einbrach; jedoch meinen Musikspezialistinnen und -spezialisten, dass der Klang in der Freilichtbühne von Durbe jetzt noch besser sei als zuvor.

Während des Spaziergangs unter den hundertjährigen Bäumen im Schlosspark Neuenburg [Jaunpils] spürt man dessen lange Geschichte auf Schritt und Tritt. Die Entstehung des Parks geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als hier die Familie von der Recke herrschte. Laut einer Sage sei der Park in der Form des Wappens der Familie von der Recke gestaltet. Hier stehen mehrere stolze Baumdenkmäler, ergänzt durch eine Reihe von historischen Sehenswürdigkeiten, weiße Schotterwege und eine romantische kleine Steinbrücke. Seit 2018 weiden im Park von den ersten warmen Sommertagen an bis fast in den Oktober hinein Schafe, in deren Verantwortung der hübsche Rasen des Parks steht.

Schloss Neu-Mocken [Jaunmoku pils] ist ein wunderschönes und elegantes rotes Backsteinhaus am Stadtrand von Tukums. Die Eleganz des Schlosses wird durch dessen Park und den neuangelegten Garten ergänzt und verleiht dem Spaziergang das Gewisse etwas, wodurch der Aufenthalt hier umso vollkommener gelingt. Im Schlosspark läuft man durch eine prachtvolle, mehrere Dutzend Meter lange Lindenallee, zu Beginn des Sommers genießt man hier die herrlich blühenden Rhododendren, die von in Lettland berühmten Menschen und jungen Brautpaaren gepflanzt wurden. Vor dem Schloss liegen ein großer Teich mit einem Springbrunnen in dessen Mitte sowie ornamentale Teppichbeeten, die hier seit 2020 angelegt werden; durch beides wird das Parkensemble bis zur Perfektion ergänzt.

Die Alleen des Gutsparks Alt-Mocken [Vecmoku muižas parks] entstanden im 19. Jahrhundert, als der Gutshof dem Gutsherrn von Elsen gehörte. Heute sind vom Herrenhaus nur noch Ruinen übriggeblieben, aber die herrlichen Laubbaumalleen stehen immer noch da – sehenswert und äußerst malerisch bei allen Wetterbedingungen. Die mehr als einen Kilometer lange Holländische-Lindenallee ist die längste in Lettland und beherbergt rund 300 bemerkenswerte Bäume.

Der an Ufern des Flusses Imula liegende Gutshof Ahsuppen [Aizupes muiža] entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Auf dem Gelände des Gutshofs befindet sich ein einzigartiger Park, in dem fast alle Thujenarten wachsen, die es in Europa gibt. Die Gesamtfläche des Parks erstreckt sich über beinahe 14 ha, und abgesehen von den großen Thujen-, Eichen- und Kastanienalleen erblickt man hier auch verschiedene exotische Pflanzen; darüber hinaus gibt es hier ein Arboretum, das auf der Grundlage eines geografischen Prinzips angelegt worden ist. Das Herrenhaus und der Park befinden sich derzeit in Privatbesitz und können – mit dem gehörigen Respekt gegenüber dem Anwesen – nur von draußen besichtigt werden.

Der Beginn des Gutsparks Kukschen [Kukši] wird auf die 20er Jahre des 19. Jahrhunderts verortet, als das Gut der Familie von Bötticher gehörte, bei der der Gärtner Jakobson arbeitete. Ursprünglich war dieser ein Landschaftspark mit freier Planung und dichten, exotischen Pflanzungen an der Ost- und Nordseite des Herrenhauses. Heute hat dieser historische Garten ein neues Aussehen erhalten. Dank dessen jetzigen Eigentümers Daniel Jahn wurden um das Herrenhaus herum mehrere Gartenflächen angelegt, darunter der sogenannte Küchengarten, in dem viele verschiedene Kräuter wachsen, die im täglichen Leben des Gutshofs Verwendung finden.

Die wunderschöne Landschaft des Gutshofs Ruhmen [Rūmenes muiža] ist von einem Park umgeben, der höchstwahrscheinlich 1890 vom Gartenarchitekten und Rigaer Parkdirektor Georg Kuphaldt entworfen wurde, der zu den gewichtigsten Landschaftsarchitekten seiner Zeit zählte; er war ebenso der Autor der Rigaer Parks Viesturdārzs und Arkādija-Park. Obwohl urkundlich nicht nachweisbar, lassen sich durch die Erforschung der Struktur und Anordnung der Pflanzungen im Park dennoch einzelne Kompositionstechniken erkennen, die für das damalige Schaffen Kuphaldts – sowohl in Riga als auch in Gutsparks in übrigen damaligen Gebieten des heutigen Lettlands, Estlands und Russlands – typisch waren. Als das Parkensemble erneuert wurde, leitete die Landschaftsarchitektin Daiga Veinberga in Zusammenarbeit mit SIA „Vides projektu studija“ seine Rekonstruktionsarbeiten; dabei wurde darauf geachtet, dass die für die ländliche Landschaft charakteristischen Schotterwege und ein Teil der seltenen 364 Baumpflanzungen, mit denen der Park bereits seit dessen Ursprüngen prahlen konnte, erhalten blieben. Die Terrasse im italienischen Renaissancestil, die das Herrenhaus mit dem Park verbindet, und die von Reben umhüllten Pergolen erschaffen ein besonderes Ambiente für festliche Augenblicke. Im Park befinden sich drei Glasskulpturen, die in einzigartiger Technik vom lettischen Künstler ernestO (Ernests Vītiņš) kreiert wurden.

Dendrologische Pflanzungen und Gärten

Für die Bequemlichkeit der Besucherinnen und der Besucher sind im dendrologischen Park „Vāgneris“ in der Nähe von Tukums Wanderwege angelegt, die an seltenen Pflanzen vorbeiführen und diese bestens beobachten lassen. Bereits 1890 wurde mit dem Anlegen des „Wagnergartens“ begonnen, und in den Folgejahren entstand hier eine große Gärtnerei, deren Besitzer und Gärtner Fridrich Wagner sie zur eigenen Herzenssache machte. Heute sind hier mehrere Arten von Linden, Ulmen, Spiräen und Ebereschen zu sehen. Der Stolz des Gartens ist natürlich die beeindruckend große Rotbuche mit deren herunterhängenden Zweigen.

Das Arboretum Lāčupīte [Lāčupītes dendrārijs] liegt an der Ostsee und wurde dort 1959 vom Dendrologie-Enthusiasten Igors Mednis angelegt; dieses erstreckt sich über 7 ha und verläuft entlang den Ufern des kleinen Flusses Lāčupīte. Die schönste Zeit im Arboretum ist von Mai bis Juni, wenn die Rhododendren prächtig blühen. Die kleinen Waldwege und die sanfte Seeluft sorgen für einen romantischen Spaziergang auch zu anderen Jahreszeiten – die herrlichen Pflanzen des Arboretums bezaubern immer. 2020 wurde direkt neben dem Arboretum der Lāčupīte-Wohlfühlgarten angelegt; dieser ist in 15 verschiedenen Zonen eingeteilt, von denen jede eine eigene Stimmung entstehen lässt: Garten der Waldfee, Sonnenbucht, Inspirationsufer, Wahrheitstal, Luftweg, Erholungsort und Kinetischer Pfad, Krafthain, Ruhehafen, Gedankenwald, Tal der Träume, Zwei Labyrinthe, Schlangennest, Drachenreich, Wichtel für das innere Kind. Verschiedene Aufschriften, Hinweise, Fußwege, Erholungsorte sowie ein Kinderspielplatz runden den Garten ab.

Der „Windgarten“ [Vēja dārzs] in Smārde wurde 2009 während der Großen Talka – einer alten lettischen traditionellen Veranstaltung, bei der die nächste Umgebung gemeinsam gepflegt und verbessert wird – gegründet und von den Bewohnerinnen und Bewohnern von Smārde selbst nach dem Entwurf der Landschaftsarchitekten Dace Lukševica angelegt und eingerichtet. Der Garten zeigt ca. 700 Zierbäume und -sträucher unterschiedlicher Sorten und Arten. Die Gesamtfläche des Gartens beträgt fast 2 ha; von einem künstlichen Wall aus öffnet sich der Blick auf eine schöne Landschaft mit dem Windgarten, Sportpfad für Kinder und der großen Schaukel.

China, Japan, Korea – das sind fernöstliche Länder, in denen Maulbeerbäume sehr verbreitet sind und in fast jedem Garten wachsen. Je weiter nördlich, desto seltener sie werden, und in Lettland zählen sie eigentlich fast schon zu exotischen Pflanzen. Dennoch findet man auf dem Hof „Vīnkalni“ in der Gemeinde Cēre einzigartige Maulbeerpflanzungen. Insgesamt wachsen hier 43 schwarze und weiße Maulbeerbäume, die Ende Mai und Anfang Juni ihre Pracht zeigen.

Im Zentrum von Pūre ist ein Alpinum angelegt – ein Steingarten, der sich natürlich in die Landschaft einfügt und über üppige Pflanzungen verfügt: sowohl Ziersträucher, Nadel- und Laubbäume, als auch Blumen und winterharte Pflanzen. Das Alpinum wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts von den Gärtnerinnen und Gärtnern der Versuchsstation für Gartenbau Pūre angelegt; sie pflanzten mehr als 160 verschiedene für Alpenwiesen charakteristische Pflanzen, die hier vor Ort, im Ostseeraum, zur Verfügung standen: Efeus und Eiben aus den Blauen Bergen von Dundaga, Dünenweizen aus der Kurischen Nehrung, Kugeligen Wirbel-Steinwurz aus Estland, wilde Lilien und Nelken, Anemonen, Hyazinthen und andere Zwiebelblumen. Das seit Jahren vernachlässigte Alpinum wird nun wieder gepflegt und erneuert.

Ziergärten von Familien

In der Gemeinde Pūre, auf dem Gelände der Pension „Ružciems“, gibt es die Möglichkeit, das Anwesen der Künstlerin Laila Kelle zu besichtigen – einen Ziergarten, der genauso farben- und lebensfroh wie seine Eigentümerin ist. Reich an bunten Blumen, Ziersträuchern und Obstbüschen, fügt sich der Garten perfekt in die Umgebung ein und verbreitet eine gemütliche Ruhe.

Schwungvolle Linien und durchdachte Kompositionen von Beeten zeigt der Ziergarten der Familie Gross in Kandava. Alles fing 2011 mit einem Vorhausgarten an, der nun über eine ausgezeichnete Bepflanzung von Stufenpflanzen verfügt: von sehr niedrigen Freilandpflanzen bis hin zu Ziersträuchern. Die Einzigartigkeit des Gartens wird durch die Wahl der Pflanzen erzielt, weil er während der gesamten Blütezeit, vom frühen Frühling bis zum Spätherbst, farbenfroh und bunt ist.

Ziedonis-Garten auf dem Hügel Mālkalns

Mālkalns – der Tonberg – liegt in Tukums und hat sich seinen Namen durch seinen lehmigen Boden verdient. Von hier aus öffnet sich ein wunderbarer Blick auf die Stadt und die Straße Jelgavas iela. 2010 wurde damit begonnen, auf Mālkalns den Kirschgarten des großen lettischen Dichters Imants Ziedonis anzulegen, der jedes Jahr mit verschiedenen Kirschsorten erweitert wird. Heute wachsen hier fast 700 Kirschbäume, die im Frühling wie weiße Scheiterhaufen blühen und im Sommer auch rote Beeren hervorbringen.

Für die Zukunft ist geplant, dass der „Ziedonis-Garten auf Mālkalns“ als Imants-Ziedonis-Museum weiterentwickelt werden soll, wo man die Schönheit der Natur genießen, eine Garten- und Waldschule besuchen, verschiedene Gartenarten kennenlernen und sogar bei deren Entstehung und Pflege mitmachen kann.