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05/05/2021

12 kurze Geschichten und interessante Fakten über Tukums

In Tukums befindet sich das erste Kunstmuseum Lettlands, das gerade in der Provinz errichtet wurde. Dies ist das im Dezember 1935 gegründete Kunstmuseum von Tukums, das bereits am 5. Januar 1936 zu seiner ersten Ausstellung eröffnet wurde. Im Laufe von 85 Jahren ist hier eine der wertvollsten Sammlungen lettischer Kunstwerke aus der ersten Hälfte des 20. Jh. entstanden. Das Museum beherbergt mehrere Hunderte von Werken lettischer Maler und Bildhauer. Während das Kunstmuseum zufolge der Covid-19 Bedingungen geschlossen ist und in der Stadt noch keine Dauerausstellung dieser gesamten Sammlung errichtet ist, sind 30 Werke derzeit täglich in Vectukums an den Laternenpfählen zu besichtigen. Mehr zum Kunstmuseum von Tukums – www.tukumamuzejs.lv/makslas-muzejs

Der höchste Ort, von dem aus sich der Blick auf die Stadt Tukums öffnet, ist der Kirchturm der evangelisch-lutherischen Trinitatiskirche von Tukums (Sv. Trīsvienības Tukuma luterāņu baznīca). Die Stadt ist hier aus einer Höhe von 23,5 Metern zu sehen. Zu bestimmten Stunden lauten aus dem Kirchturm verschiedene Motive von Kirchenliedern. Für das Arrangement und die Aufnahme der Melodien hat sich im Jahr 2020 der herausragende Pianist und Landsmann Vestards Šimkus engagiert. Insgesamt wurden im Tonaufnahmestudio 19 verschiedene Digitaluhrmelodien aufgenommen. Unter den arrangierten Melodien sind Lieder nach Tages- und Wochenverlauf ausgewählt worden. Mehr zum Kirchturm der evangelisch-lutherischen Trinitatiskirche von Tukums – www.tukumabaznica.lv/?ct=tornis

Das älteste Industrieunternehmen in Tukums - die ehemalige Spritbrennerei. Das Gebäude wurde 1874 erbaut. Das große und bemerkbare Gebäude beherbergte später eine Malz-, Enzym- und Kaffeefabrik. Die Lüftungsgeräte der Fabrik in Form von Segelbooten sind ein wesentlicher Bestandteil der Stadtlandschaft von Tukums geworden und gut sichtbar, wenn man in die Stadt aus Richtung Riga oder Jelgava über die heutige Jelgavas-Straße fährt. Am Ort, an dem es einst nach Alkohol und Kaffee roch, entsteht jetzt ein neuer Kulturraum für Weltkunst - Tukku Magi. Adresse: Pasta iela 26, Tukums. Mehr zu Tukku Magi – www.tukkumagi.org

Haus im Schweizer Stil - das am meisten fotografierte Gebäude in Vectukums. Es befindet sich in der Altstadt von Tukums, im Hof ​​der Harmonijas-Straße 10. Es wurde 1908 erbaut und besticht durch seine Holzschnitzereien, typisch für den Stil Schweizer Sommerhäuser, und durch einen prachtvollen Metallzaun. Es sieht sowohl im Winter als auch im Sommer wie ein "Märchenhaus" aus, und so nennen es auch die Einwohner von Tukums.

Das kleine Haus auf dem Platz der Freiheit (Brīvības laukums) gegenüber dem Polizeigebäude heißt in Tukums „Sēnīte“ ("Pilzchen"). Offensichtlich hat es einen solchen Spitznamen wegen seines Aussehens bekommen. Dieses Haus wurde in der Stadt in den 1930er Jahren erbaut, und damals befand sich dort die Tankstelle der „Shell Company of Latvia Ltd. London Ltd.”.

In Tukums befindet sich und ist zu besuchen die erste Strohwerkstatt in Lettland. Hier kann man an einem Ort zusammen mehr als 500 verschiedene einzigartige Skulpturen und Puppen aus Stroh und Heu sehen. Das sind aus Stroh gebaute Märchenfiguren sowie großformatige Skulpturen, die mehrere thematische Sammlungen bilden. Die Strohwerkstatt/das Museum ist seit 2010 in Betrieb. Mehr dazu – www.salmulietas.lv

Wenn man in die Stadt über die heutige Jelgavas-Straße und über die Brücke fährt, wird der Fluss Slocene überquert, der sich mehr als neun Kilometer durch die Stadt schlängelt. Heute ist er nur noch 0,5 bis 2 Meter tief, aber in der ersten Hälfte des 14. Jh. wurde hier auf Slocene ein See überflutet, um den Betrieb von Mühle und den späteren Manufakturen sicherzustellen. Noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. war der See ein Schmuckstück der Stadt und einer der beliebtesten Erholungsorte für Stadtbewohner. Wie die Postkarten zeugen, wurde das Motto „Ab ins schöne Tukums!“ (Uz Tukumu pēc smukuma) gerade wegen des Sees so populär. Leider wurde der See 1947 entwässert, aber vielleicht werden wir ihn eines Tages wieder sehen!

Der Turm der Livländischen Ordensburg ist ein Fragment des ältesten Gebäudes in Tukums - der Livländischen Ordensburg, die gegen Ende des 13. Jh. erbaut wurde. Es wird angenommen, dass der Bau der Burg in Tukums im Jahr 1277 begonnen wurde. Die Burg war von einer 7,5 Meter hohen und 1,6 Meter dicken Mauer umgeben. Die Burg wurde durch einen künstlichen tiefen Graben und durch ihre Lage am hohen Flussufer geschützt. Von der großen Burg des Livländischen Ordens ist nur ein kleines Fragment der Mauer erhalten geblieben, während der im 18. Jh. erbaute Burgturm abwechselnd Räume für das Gefängnis und den kaiserlichen Getreidespeicher beherbergte. Heutzutage befindet sich hier das Historische Museum der Stadt Tukums „Pils tornis“ ("Burgturm"), das über die Geschichte der Stadt von alten Zeiten bis zur Gegenwart erzählt. Mehr zum "Burgturm" – www.tukumamuzejs.lv/pils-tornis

Die Talsu-Straße in Tukums ist die älteste Handelsroute, die bereits seit dem 13. Jh. von der Mündung des Flusses Daugava nach Deutschland über Tukums führt. Einige Zeit hieß die Straße Moku-Straße, danach Talsu-Straße und Vecmoku-Straße – benannt nach den besiedelten Gebieten, wohin sie führte. Die Häuser entstanden hier Ende des 18. Jh. und im 19. Jh., sie sind bis heute unverändert geblieben - ein- oder zweistöckige Holzgebäude mit Gärten. Am Ende der Straße befanden sich in der ersten Hälfte des 20. Jh. die meisten Gärtnereien von Tukums.

Die Eiche der Alten von Kaive (Kaives Senču ozols) ist die dickste Eiche im Baltikum, deren Umfang nun mehr als 10 Meter erreicht. Heute ist ihre Krone nicht mehr so ​​beeindruckend wie früher, denn schon in den 1920er Jahren traf ein Blitz die Spitze der Eiche, aber 1990 brach die Hälfte der Eichenzweige ab. Derzeit gibt es nur noch einen Zweig, aber die Eiche wächst immer noch. Forscher schätzen, dass die Eiche von Kaive etwa 1.000 Jahre alt sei.

Die "Brücke ins Nirgendwo" (Tilts uz nekurieni) erinnert an den einst geplanten Bau der Schmalspurbahn Tukums-Kuldiga, der bereits zur Zeit der Republik Lettland Ende der 1930er Jahre begonnen wurde (Ingenieur P. Pavulāns). In der Erinnerung des Volkes wird der Ort jedoch mit der deutschen Macht assoziiert, die in den 1940er Jahren versuchte, den Bau fortzusetzten, was aber nicht gelang. Der Bau der Eisenbahn wurde durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen, aber die gebaute Brücke blieb bis heute mitten auf der Wiese stehen. Es ist eine Brücke, die nirgendwo hinführt. 2008 wurde die "Brücke ins Nirgendwo" in die Liste des europäischen Kulturerbes "Ungewöhnliches Kulturerbe in Lettland" aufgenommen.

Der Bockhügel (Āža kalns) im Raudas-Wald in der Nähe von Tukums ist 480-520 Meter lang und angeblich 109 m (nach anderen Quellen - 123 m) hoch. Auf die Frage, wann und wie der Name des Hügels entstanden ist, zucken selbst die ältesten Einwohner der Region nur mit den Schultern: „Wegen seiner Form. Ein richtiger Ziegenbock!“ Und wirklich! Das Relief des Hügels hat die Form eines Bockkörpers im Profil: Schwanz, Kreuz, gebogener Rücken, Kopf mit Hörnern und Schnauze. Die Steile von der Stirn herunter zur Nase ist fast beängstigend. Das Besteigen des Hügels ist wie ein kleines Abenteuer, deshalb ist hier der Bockpfad (Āža taka) entstanden. Auf dem Pfad gibt es mehrere Haltestellen: Bockschwanz (Āža aste), Bockkreuz (Āža krusti), Bockrücken (Āža mugura), Nacken (skausts) und Stirn (piere). An jedem dieser Orte gibt es eine starke Energie unterirdischer Wasserquellen. Bei klarem Wetter kann man vom Hügel aus das Schloss Durbe in Tukums sehen.

Weitere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten in der Stadt und ihrer Umgebung - www.visittukums.lv